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Meine Erinnerung an Diana

Von Klaus Kagel

Meine Erinnerungen an sie beginnen wohl 1935, und ich war damals ungefähr fünf Jahre alt. In der ersten Zeit als Diana bei uns im Rehnaer Forsthof lebte, hielt ich sie in meinem kindlichen Sinn für etwas ganz Besonderes. Der Irrtum mag hingehen, weil es in der näheren Umgebung der Stadt verschiedene Familien gab, die ein "von" vor ihrem Namen führten. Die hielten damals viele Leute für besonders exquisit.

So gehörte den von Bernstorffs z.B. das Gut in Wedendorf, und es waren außerdem Grafen. Auf Löwitz saß von Forstner. Der Forstmeister in Everstorf hieß von Maltzahn, und von anderen Adeligen unserer Gegend hatte ich, wenn sich die Erwachsenen unterhielten, ebenfalls gehört. So mag mein Irrtum entstanden sein, mit dem ich mich einmal furchtbar blamierte.

Als ich mich während einer Gesellschaft einmal in ein Gespräch über den Adel der Nachbarschaft einmischte und etwas meiner Meinung nach Fabelhaftes über unsere Diana von Hilberg erzählen wollte, war erst das Erstaunen der Leute und dann ihr Gelächter groß. - Ich habe mich damals sehr geschämt, als mir mein Vater zu verstehen gab, dass sich erstens so ein kleiner Wicht wie ich nicht ungefragt in das Gespräch Erwachsener einzumischen habe, - zweitens hieße Diana nicht "von" sondern "vom" Hilberg, und drittens sei sie ein Hund bzw. eine Hündin, und Tiere könne man nicht mit Menschen vergleichen. -

Bei der Gelegenheit lernte ich also, dass Hilberg kein Familienname, sondern der Ort der Zuchtstätte oder des Zwingers sei, in dem Diana zur Welt kam und erzogen wurde. Das muss in der Gegend von Lübeck liegen, denn bei einer späteren Autofahrt dorthin wurde beiläufig erwähnt , diese Gegend sei Dinas nähere Heimat

Seit dem mir nun der Unterschied zwischen "von" und "vom" klar gemacht war, nannte ich das Tier nie mehr Diana, sondern nur noch schlicht Dina. Mit diesem Namen lief sie durch ihr ganzes Hundeleben. - Alle nannten sie so, obgleich man im kleinen Rehna , wo einer den anderen genau kannte (und auch die meisten Hunde), bei ihrem Auftauchen oft vom "vornehmen Hund" des Försters sprach. Sicher hing das aber nicht mit dem Adel sondern ihrem Aussehen und Verhalten zusammen.

Das muss aber wohl näher erklärt werden. Dina war eine schwarz-braune Jagdterrierdame, sehr feingliederig und etwas kleiner als die übrigen Tiere ihrer Rasse. Der Schwanz war rassegerecht kupiert. Ein Ohr ragte steil empor. Die Spitze des anderen kippte normalerweise etwas nach vorn und wurde nur bei Erregung aufgerichtet.  Das war dann aber für Eingeweihte ein untrügerisches Zeichen für den sich verändernden Gemütszustand des Tieres. Auch die braunen stets wachen Hundeaugen signalisierten genau, wie viel Vertrauenskredit man im Moment hatte.

Die Schnauze, - von Lippen spricht man beim Hund ja nicht, war bei der eifrigen dienstlichen Tätigkeit als "Jagdhund im Untergrund " also in Fuchsbauen, oft zerbissen und dann wieder geflickt. Sie zitterte bei Aufregung leicht und schien, wenn man den Vergleich mit dem Menschen wagen will, wie mit akademischen Schmissen übersät zu sein.

Unerklärlich und seltsam war, dass Dina in normaler ruhiger Fortbewegung fast immer auf drei Beinen lief. Ein Hinterbein wurde angezogen. Sie war allgemein friedlich und umgänglich, kümmerte sich wenig um andere Hunde und schon gar nicht um fremde Menschen - aber nur solange sie sich auf drei Beinen bewegte !-  

Sie war meistens scheu und zurückhaltend, und das machte wohl auf viele Leute dann den besagten vornehmen Eindruck. Übernachtet hat sie immer in der Wohnung und nie im Zwinger bei den anderen Hunden. Ihre Lagerstatt war ungewöhnlich. Sie lag in dem hohen röhrenförmigen unbequemen Papierkorb neben dem Schreibtisch meines Vaters. Von dort aus hatte sie einen guten Überblick. Nachteilig war allerdings, dass wir den Korb nach jedem Ausstieg der Hündin wieder aufrichten mussten, weil er dann immer umfiel.

Dinas "Vornehmheit" verschwand schlagartig, wenn sie z.B. ihren Erzfeind, den weiß- braunen Drahthaar-Terrier des Bierverlegers in der Lindenstrasse , zu Gesicht bekam. Dann ging alle Vornehmheit mit einem Schlag zum Teufel. - Sofort wurden das vierte Bein aktiviert, das Schlappohr aufgestellt, die Zähne gefletscht und geradezu mörderische Bell- und Keuchlaute ausgestoßen.  Es war immer eine regelrechte Kriegserklärung.

Der Drahthaarige gab sich aber auch nicht gerade zimperlich und hatte anscheinend für weibliche Jagdterrier überhaupt nichts übrig. Er beherrschte einen großen Hof, der durch einen langen Staketenzaun von der Strasse getrennt war. Von beiden Seiten versuchten die eingefleischten Gegner dann ständig über das Hindernis zu springen, um dem Gegner an die Kehle zu gehen. Wenn man an dem Grundstück vorbei musste, das dieser Hund bewachte, war es immer eine Tortur. Leinenzwang wie heute gab es damals nicht. Das hätte man nicht verstanden.Der Hund wurde nur bei Bedarf im Forstrevier angeleint, aber das wäre bei diesen beiden Rivalen auch vergeblich gewesen..

So in Rage -aber nur dann - war Dina auch für Menschen wirklich gefährlich. Es gab zwei Personengruppen, die damals Rudolf Kagels Terrier nicht für vornehm, sondern für eine Bestie hielten. Das waren neben den verschiedenen Waldfrevlern besonders die Fellhändler.

Die Gehälter der mecklenburgischen Revierförster waren in den dreißiger Jahren verglichen mit heute mehr als bescheiden. Zwar waren die Förster stolz darauf, Staatsangestellte zu sein, was wohl auch mit einer Reihe von Vergünstigungen wie Dienstwohnung, kostenloses Brennholz, freie Jagd und Fischerei, sowie auch mit dem Ansehen, das sie meistens genossen, zusammenhing, aber mit dem baren Geld war es trotzdem nicht besonders gut bestellt.

Die Jagd bot jedes Jahr im Winter die Möglichkeit, sich durch fleißiges Vermindern der umfangreichen Familie des Reineke Fuchs ein hübsches Sümmchen dazuzuverdienen. Rührige Fellhändler fuhren darum jedes Jahr die Forsthöfe ab, um ihre Geschäfte zu machen. Und jeder Förster war natürlich bemüht, möglichst viele Fuchspelze parat zu haben , wenn die Händler dann erschienen.

Bevor erzählt wird, warum die Fell- oder Pelzhändler von unserer Dina eine so schlechte Meinung hatten, soll über Rudolf Kagels Fuchsjagd berichtet und klargemacht werden, welche wichtige Aufgaben die Hündin dabei zu erledigen hatte. - Wenn Grünröcke hier noch weiterlesen sollten, dann muss ich vorher eine Erklärung einfügen -.                                                              

Ich weiß natürlich dass die Haut des Fuchses "Balg" heißt und vom November bis März brauchbar ist, und die Ohren "Gehöre" oder "Lauscher" genannt werden. Der Schwanz ist die "Lunte" und die Spitze desselben die "Blume". Das Fleisch ist der "Kern", die Fangzähne sind "Fänge",und sämtliche Zähne zusammen nennen Jäger das "Gebiss".  Der Fuchs "kriecht zu Baue", "steckt" in demselben, "fährt heraus"; er "verklüftet" sich darin, wenn er die Röhre hinter sich zugräbt ; er frisst den "Raub", und seine Nahrung heißt "Fraß".

Als Sohn eines Försters bin ich natürlich mit solchen Ausdrücken aufgewachsen. - Da ich aber selbst nie gejagt habe, mag man mir verzeihen , wenn sich im Folgenden Ausdrucks- fehler einschleichen. - Mir ist heute die Jägersprache nicht mehr so geläufig. Darum schreibe ich wie ein forstlicher Laie. Nachdem ich mich nun für abgesichert halte, komme ich zur Fuchsjagd und zum Pelzhandel in Rehna zurück.

Zwar gab es in den dreißiger Jahren wohl öfter und mehr Schnee als heute, aber ich entsinne mich , dass mein Vater nicht nur im Sommer sondern auch in den Wintermonaten noch lange mit seinem Fahrrad ins Revier fuhr. Es hatte einen sehr stabilen Rahmen und wurde auch zum Transport von geschossenem Wild verwendet. Für Licht sorgte bei Dunkelheit nicht Dynamo- oder Batteriebeleuchtung sondern eine federnd an der Lenkstange befestigte Karbidlampe.

Bepackt war er auf seinen Revierfahrten ständig mit Gewehr, Rucksack und Jagdtasche für Munition , Stich- und Schneidewerkzeuge, sowie einer großen Ration Speck und Brot als Verpflegung. Auf den Gepäckträger des Rades war eine hölzerne Plattform montiert. Darauf fuhr bei weiteren Touren die Hündin Dina mit.

Radfahrer und Hund waren so aufeinander eingespielt, dass das Tier während der Fahrt auf- und absprang. Ein imposantes Bild boten beide, wenn der Hund sich neugierig reckte und im Rhythmus des Auf und Ab der Pedalen rechts und links am Fahrer vorbei nach vorne zu schauen versuchte.

Füchse wurden meistens im Bau bejagt. Fallen und Eisen waren zwar vorhanden, kamen aber seltener zum Einsatz. Da die bekannten Fuchsbaue bei den Reviergängen ständig begangen wurden, verrieten bei Schnee die Spuren deutlich Meister Reinekes Anwesenheit. Dann begann eine regelrechte oft sehr zeitaufwändige Belagerung der meistens über mehrere Ausgänge verfügenden Erdfestung.

So wie ich mich erinnere, begann es mit dem Verstopfen aller überzähligen Ein- bzw. Ausgänge. Dabei wurde die Windrichtung geprüft, damit der Belagerte, wenn er aus dem Bau fährt, nicht die Witterung des im Hinterhalt liegenden Jägers bekommt. Ja und dann kam Dinas große Stunde. - Sie wurde ohne Halsband in den Bau hinein gelassen und mein Vater prüfte die Waffe sowie das Schussfeld und bezog seine Position. - Das Warten begann -.

Zunächst passierte gar nichts, denn Dina musste sich in der Dunkelheit der Fuchswohnung erst per Geruchs- und Gehörsinn orientieren. Wenn Fuchs und Hund aufeinander trafen, war das draußen meistens genau zu hören. Es begann unter der Erde ein wütendes Bellen und Fauchen. Ein Fuchs gibt seine Behausung selten gleich auf. Er verteidigt sie mit allen Mitteln gegen den lästigen Eindringling. Manchmal trieb er Dina durch Bisse sogar aus dem Bau.

Sie jammerte dann oft furchtbar, wurde durch den Schmerz aber nur umso wütender und jagte sofort zurück in den Bau. Ihrem Zweitangriff war der Fuchs dann meistens nicht mehr gewachsen. Mein Vater konnte das Gewehr schon entsichern , denn wenige Augenblicke später brach der Belagerte meist aus der offen gebliebenen Röhre beim Ansitz des Jägers heraus. Dann krachte der Schuss, und es gab einen Reineke weniger. Da der Hund dem Fuchs auf dem Fuße aus dem Bau folgt, muss der Schütze genau aufpassen, damit er nicht den Hund verliert.

Gelegentlich zogen mein Vater und Förster Willi Ahrens aus Vitense bei Rehna gemeinsam auf Fuchsjagd. Der Kollege hatte zwei Hunde. Der eine hieß "Äffi" und war der immer gut gepflegte Langhaardackel seiner Frau. Der kam selten mit zu solcher Drecksarbeit. Das andere war "Häsi", eine Dackeldame mit sehr kurzem Haar. Die war bei Ahrens fürs Grobe zuständig. Gemeinsam gingen beide los, wenn schwierige Baue bejagt werden sollten, oder ein besonders erfahrener Fuchs sich im Bau verklüftet oder einen Hund "eingegraben" hatte.

Einen Fuchsbau mit zwei Hunden anzugreifen ist immer eine riskante Sache, weil sie sich unter der Erde gegenseitig sehr behindern können, und Häsi sowie Dina waren beide kämpferisch und nicht von schlechten Eltern.  Bei solchen Gelegenheiten gab es oft Verletzte - nicht nur auf Seiten des Fuchses. Übrigens stammten auch die "Schmisse" an Dinas Schnauze von chirurgischen "Eingriffen" meines Vaters. Er bemühte in solchen Fällen keinen Tierarzt sondern nähte selbst.

Zweimal war Dina während der Rehnaer Zeit in einem Fuchsbau vergraben und auch mit Häsi nicht zu befreien. Nachdem mein Vater und Kollegen einen Tag lang alles mögliche versucht hatten, mussten sie kapitulieren. - Aber ein Jäger lässt seien Hund nicht im Bau. Am nächsten Tag gruben Forstarbeiter die Fuchsfestung auf und bargen den lädierten Hund. Auch der Fuchs musste dran glauben.

Allen erlegten Füchse wurde gleich im Wald der Balg abgezogen. Das Abziehen ist eine Prozedur, die viel Geschick erfordert, damit keine Qualitätsminderung durch falsche Schnitte entsteht, hier aber nicht näher beschrieben werden soll. Die Jäger kennen es, und die Pelz-trägerinnen will ich nicht schocken.

Zu Hause zog mein Vater die rohen Fuchsbälge zum Trocknen mit der Hautseite nach außen auf spezielle nach oben spitz zulaufende Spannbretter auf und heftete sie mit einigen Nägeln in straff gespanntem Zustand an den Rändern fest. Wenn die Außenseite der Bälge in einem , warmen immer gut gelüfteten Raum getrocknet waren, wurden sie wieder vom Brett gezogen und gewendet, um dann mit der Haarseite nach außen nochmals einige Tage zu trocknen. Dann wurden sie endgültig vom Brett genommen und mehrmals mit einem weiten Kamm ausgekämmt. Anschließend kamen sie in eine trockne Kammer in der Nähe des Dienst-zimmers um sie zum Verkauf parat zu haben.

Der Verkauf der Fuchsfelle war wohl stets eine spannende Sache für beide Seiten. Mein Vater feilschte gerne und lange.  Sicherlich wurden dabei beide Seiten sehr deutlich wenn es um Qualitätseinschätzungen und Preise ging. Vielleicht durfte ich darum nie dabei sein. Auf Dina verzichtete er beim Handeln aber nie. Da ich wie gesagt nie dabei zugegen war, berichte ich diese kurze Handelsanekdote so wie mein Vater sie später oft und gerne erzählte.

Es war ein harter Winter, und so waren die Füchse durchgängig mit einem dichten glänzenden Pelz ausgestattet. Mein Vater hatte in diesem Jahr zur Vorbereitung in der Kammer eine große Anzahl von Fellen nochmals schön durchgekämmt, in sein Dienstzimmer geholt und gefällig zur Ansicht ausgebreitet. Der Fellhändler kam und führte die Erstbesichtigung durch.  Dabei meldete er meistens schon gleich seine ersten Beanstandungen an. Das machte er immer, um eine bessere Ausgangsposition zu haben.

Ihm gefiel auch nicht , dass wie immer auch diesmal wieder Dina beim Handel mit dabei sein sollte. Er nörgelte dann im schönsten Mecklenburger Platt "Ümmer wenn ick einen Voss anfaten dau , denn kickt de Hund so plietsch - as wenn hei mi upfräten will ".  Mein Vater erklärte ihm darauf hin, das Tier sei bei der Jagd sein Gefährte und darum auch jetzt beim Handel. Der Hund bekäme nach erfolgreichem Verkauf für seine hervorragende Arbeit im Bau immer einen guten Extrahappen, und den hätte er ja auch wohl verdient.

Der Handel lief dann letzten Endes doch recht gut ab, und die Partner wurden sich einig. Die Felle gingen in den Besitz des Händlers über. Einmal aber, da wollte mein Vater bei den guten Preisen noch einige wenige besonders gute Felle aus der Kammer holen, die er eigentlich noch nicht veräußern wollte. Er verließ also für kurze Zeit den Raum.

Als er mit den Fellen zurückkam, fand er den Fellhändler in gebückter Stellung mit ausgestreckter Hand vor. Ihm gegenüber stand zähnefletschend und knurrend Dina. - Zwischen beiden lag auf dem Fußboden ein Fuchsfell- Er hatte die erworbenen Füchse einpacken wollen, aber nicht damit gerechnet, dass bei Dina keiner eine Jagdbeute anfassen durfte, wenn mein Vater nicht dabei war. Der Mann schimpfte wie ein Rohrspatz und machte meinem Vater ernste Vorwürfe.

Der entgegnete schließlich, das wäre doch ganz natürlich, denn das Tier habe vom Kauf nichts gemerkt , weil es noch keinen guten Extrahappen bekommen habe. Das hat der Händler natürlich nicht geglaubt. Da er aber scheinbar trotz allem Humor hatte, schlug er ein Experiment vor.- Er wolle eine Scheibe von seinem Frühstücksbrot opfern. Mein Vater solle diese dem Hund als "Extrahappen" geben und dann den Raum sicherheitshalber nur kurz verlassen. Er wolle dann seine Felle gefahrlos einpacken. - So geschah es. Dina bekam eine leckere Leberwurststulle und mein Vater ging aus dem Zimmer.

Als er kurz darauf wieder herein kam, bot sich ihm aber das gleiche Bild. Der Fellhändler stand gebückt da, hatte diesmal aber schon zwei Füchse im Sack, weil Dina noch einen Moment mit dem Kauen der Leberwurststulle beschäftigt war. Dann hielt sie den Mann wieder in Schach.

Nun war mein Vater in Druck. Er sollte beweisen, dass der Hund friedlich wäre, wenn er seine Belohnung bekommen habe. Das hatte aber nicht geklappt. - Da kam ihm die Idee. Er entschuldigte sich und sagte, er habe beim Füttern vergessen dem Hund zu sagen "Voss verköft" (Fuchs verkauft). Darum sei der so böse und aggressiv gewesen.

Er trat den Beweis nun folgendermaßen an. Dina bekam die zweite Leberwurststulle und mein Vater sagte dazu "Voss verköft" - und kurz darauf besonders an die Hündin gerichtet "Papierkorb". Der Fellhändler konnte natürlich nicht wissen, dass Dina auf dieses Kommando immer sofort in den Papierkorb, ihre normale Lagerstätte sprang. - Für sie war die Sache dann erledigt-. Mein Vater ging raus, der Händler packte seine Fuchsfelle ungefährdet ein, und Dina hatte neben dem Ruf der Vornehmheit auch den der Klugheit.

Da mein Vater ein guter Geschichtenerzähler war, machte diese Anekdote noch auf mancher Jagd die Runde.

2002  

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