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Egoistische Liebe

Ein Proa-Gedicht von Maximilian Schmidt

Ich habe Hunger und kann nicht essen, ich habe Durst und kann nicht trinken, ich bin müde und kann doch nicht schlafen.

Ich bin unfähig zu sehen, denn Du bist der Nebel vor meinen Augen.

Ich bin unfähig zu denken, denn Du schleichst einer Katze gleich durch mein Gehirn.

Ich kann mich Deiner nicht erwehren, denn dein Name ist mit Schwertern in mein Herz geschrieben.

Ich schreie nach Hilfe, schreie nach Dir, schreie nach dem, was unerreichbar scheint.

Hilf mir nicht, ansonsten sterbe ich; Mitleid ist seit jeher der Liebe Todesfeind gewesen: es durchschneidet die Seele.

Doch halt, ist dies nicht meines tiefsten Herzens Wunsch, liebe ich nicht jenen Schmerz?

Liebe und Vernunft sind schon immer verschiedene Wege gewesen, doch frag ich Dich wo war die Weggabelung, die Lichtung auf welcher die Entscheidung fiel?

Liebeskummer ist ein Kummer voller Liebe, doch steht der Hass nicht weit entfernt, die Freundschaft gefesselt in der Mitte.

Doch vergessen wir die Hoffnung nicht, welche leisen Schrittes naht. Sie nur kann mir helfen.

Wird mein Herz durch sie erlöst, dann werde ich nie wieder leiden. Nimmt sie es gefangen kann nur der Hass mir helfen. Wird sie jedoch ihren Bruder retten ist die Freundschaft mein Gefährte.

Dies ist des Menschen Eigenart sich selbst zu schützen: liebt er nicht, so hasst er, hasst er nicht, so braucht er auch die Liebe nicht.

Antworte nun meinem Kopf und wähle, einen Partner auf den weiten Wegen der Welt oder einen Freund an deiner Seite.

Wählst Du nicht, dann musst du Dich des Feindes nun erwehren - jedoch ist er nicht nur Hass, er ist Ignoranz und Furcht, ein Feind der nur ein Ziel hat:

Den Odem des Lebens zu bewahren vor dem Fußtritt der unerfüllten Liebe.

Doch musst du denken, was du sagst, so kann es nicht von Herzen kommen.

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