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Gedichte von Rolf Vogt:

Val Acletta“

 Mit erhobenem Haupt und voller Ehrfurcht, blicke ich zu dir hinauf,

der schäumende Bach stürzt tosend zu Tal und nimmt seinen Lauf.

 

Hohe Tannen ragen empor und säumen den steilen Pfad,

mein Blick richtet sich zum Pez Acletta und dessen Grat.

 

Stille und Einsamkeit begleiten mich durch dieses steile Tal,

der Aufstieg fordert mich, die Schuhe fühlen sich an wie Stahl.

 

Der Hauch meines Atems wird dünner und schwebt empor,

der schneebedeckte Gipfel ragt zwischen den Wolken hervor.

 

Der frische Duft der Tannen und Blumen kriecht in meine Seele,

Trockenheit durch die Anstrengung ist zu spüren in meiner Kehle.

 

Der stolze Anblick dieses lieblichen Tals beglückt mich sehr,

meinem Geist und der Seele tut er gut, er macht Lust auf mehr.

 

Hier in dieser zauberhaften Natur fühle ich mich geborgen,

ich liebe diesen Ort, denn hier vergesse ich all meine Sorgen.

 

Es ist meine kleine Welt, umgeben von unendlich göttlicher Schönheit,

es ist wie ein Traum, nur lebe ich ihn jetzt und in ganzer Wirklichkeit.

 

Der Anblick widerspiegelt Glanz in meinen Augen, die Luft ist klar, dünn und rein,

hier fühle ich mich frei und Gott sehr nahe, dieser Moment lässt mich glücklich sein.

 

Nun heisst es voller Schmerz von dir, oh mein Tal Abschied zu nehmen,

Zuhause in der Ferne denke ich an dich und werde mich nach dir sehnen.

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 *****

 Nichts gesucht, und einen guten Freund gefunden

    Nichts gesucht und einen guten Freund gefunden,

    es ist wie Balsam auf verletzte Wunden.

 

    Du bist zwar weit weg in der großen Ferne,

    doch auch Du siehst am Horizont die gleichen Sterne.

 

    In meiner ganzen Einsamkeit denke ich oft und gerne an Dich,

    dass Du von mir so entfernt bist, schmerzt mein Herz, wie ein Stich.

 

    Es ist ein kleiner Trost zu wissen, dass ich Dich wieder sehe,

    es beglückt mich zutiefst, wenn ich Dir wieder gegenüberstehe.

                                       

    Meine Gedanken sind wirr und sehnen sich nur noch nach Dir,

    ich wünschte, Du empfindest auch so und hast Verlangen nach mir.

 

   Ich denke, ich hab in Dir einen neuen Freund gewonnen,

   und eine gute Freundschaft hat zwischen uns begonnen.

 

   Ich fass das Glück und will versuchen, ein guter Freund für Dich zu sein,

   denke stets daran, auch in einsamen Stunden, Du bist nie ganz allein.

 

   Geht es Dir schlecht, fühlst Dich einsam und niedergeschlagen,

   glaube mir, das Licht der Sonne wird die Dunkelheit überragen.

 

   Glück, Pech und Trauer liegen doch so oft nahe zusammen,

   lass deinen Gefühlen freien Lauf und halte sie nicht gefangen.

 

   Ich wünsche mir zwischen uns eine gute und tiefe Freundschaft,

   denn dies verleiht mir für den Alltag wieder die nötige Kraft.

*****

Herbstlich

Das Laub wirbelt rauschend durch die Luft,

der Herbst hält Einzug mit seinem herben Duft.

 

Der Berg verwandelt sich in ein weißes Gewand,

der Herbst streckt seine Hand aus über unser Land.

 

Bunte Drachen kreisen wild am Horizont,

kalte Kinderhände steuern diese gekonnt.

 

Verfärbtes Laub im Geäst, Nebel umhüllt das geweihte Land,

Kinder warten auf den ersten Schnee, und dies sehr gespannt.

 

Kalte Nächte, loderndes Feuer im Kamin,

die warmen und sonnigen Tage sind dahin.

 

Der erste Schnee rieselt hinunter bis ins Tal,

die Bäume entblättern sich und wirken kahl.

 

Mit kaltem Atem schreite ich durch den tiefen Wald,

warm eingehüllt, nur meine Hände, die sind bitterkalt.

 

Doch der Sommer wird nächstes Jahr wiederkehren,

und uns Menschen mit viel Sonne und Wärme beehren.


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