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Die Heimreise des kleinen Prinzen

Von Feldulme

Die Rückreise des kleinen Prinzen führte über einen Planeten, auf dem ein Schreiber wohnte. "Hallo" sagte der kleine Prinz "Was tust Du da". Der Schreiber schaute von seiner Schreibmaschine. "Ich mache eine Welt" antwortete er und schrieb weiter. "Ich mache eine Welt" wiederholte der Prinz und dachte darüber nach. "Gibt es in dieser Welt Füchse?" fragte er. "Nein" erwiderte der Schreiber barsch und fügte ein wenig ruhiger "Da ich keinen kenne, werde ich auch keinen in diese Welt setzen" dazu. Das ist schade, Füchse sind sehr freundliche Wesen. Wenn es eine Welt ohne Füchse ist, dann kann es keine schöne Welt sein. Wer lebt dort sonst? Wem kannst Du ein guter Freund sein?".

Der Schreiber hatte ihm nun aufmerksam zugehört und war hinter seinem Schreibtisch hervorgekommen. "Sag mir kleiner Mann, schau Dich auf diesem Planeten um. Alles was Du siehst, habe ich durch meine Geschichten erschaffen und meinst Du nicht, dass ich mir einen Freund gemacht hätte, wenn ich einen bräuchte". Der kleine Prinz schaute sich um und sah nichts außer schwarzer Erde. Dann aber sagte er, wie er fand, etwas sehr kluges: "Nichts scheint wie es ist. Du gibst nach außen vielleicht den Menschen den Du nun meinst, aber tief in Dir drin, und vielleicht weist Du selber wirklich nichts davon, steckt etwas, was genau wie ich gezähmt werden will und was sich jemanden voll und ganz offenbaren möchte. Ich wünsche Dir viel Glück bei der Suche nach diesem Punkt in Dir"

Nach diesen Worten wusste der Schreiber wirklich nichts mehr zu sagen, und als der kleine Prinz schon längst fort war, schrieb er eine Geschichte über einen Fuchs den er zähmen konnte.

***

Der nächste Planet war strahlend grün. Überall wuchsen wunderschöne Blumen. Umringt von diesen saß ein Mann in Uniform, der sofort aufstand als er den kleinen Prinzen sah. „ Zu ihren Diensten“ sprach der Mann und schaute voller erwartungsvoller Freude in die Prinzenaugen. Irritiert ging der kleine Prinz um den Uniformierten und fragte dann „Hallo, kennst Du Dich aus in der Welt und kannst mir sagen wo mein Planet steckt?“.

„Jawohl“ sprach der Mann und marschierte einfach los, bis er merkte, dass er gar keinen Befehl erhalten hatte. „Große Menschen denken immer falsch und wenn sie dies nicht tun versuchen sie nicht zu verstehen“ dachte der Prinz und erzählte dem Uniformierten, dass er weit gereist sei und nun nicht mehr wisse wo sein Planet sei. Doch der Uniformierte rührte sich nicht, sagte nichts und stand einfach nur so da. Der kleine Prinz wischte sich die Tränen aus den Augen und sprach „Wie soll man Freunde gewinnen, wenn sie das Herz nicht öffnen, in das man will“.

***

Der zehnte Planet war groß und überall lagen Polsterkissen auf dem Boden. Als der kleine Prinz sich umschaute, hörte er hinter sich auf einmal eine warme Stimme „Guten Tag setz Dich bitte, kleiner Mann, und erzähl mir von Deinem Problem“. Erstaunt fuhr der kleine Prinz zusammen aber setzte sich doch. „Woher weist Du davon“ fragte er mit ängstlicher Stimme. Schmunzelnd rückte der Mann seinen Bart zurecht und antwortete dann „Hierher kommt niemand ohne“. „Oha“ staunte der Prinz und sagte „Ich will zu meiner Rose und wenn ich meine Vulkane nicht fege werden sie ausbrechen“. Dieser Mann hatte nun schon fortwährend alles Gesprochene notiert und erst jetzt sah der kleine Prinz den Block und die schnellschreibende Hand. „Was schreibst Du da“ „Das was Du mir erzählst“ antwortete der Mann. „Warum“ hakte der kleine Prinz nach. „ Damit ich Dir helfen kann, kleiner Mann“

Weißt Du denn wo mein Planet ist“ rief Er aufgeregt. Aber die Antwort lautete „Nein“ und so verließ der Prinz auch diesen Planeten. „Danke“ hatte er beim Abschied geschluchzt.

***

Den elften Planet hörte er schon von weitem. Allein die Neugier des kleinen Prinzen führte ihn hierher. An einem Klavier saß ein Musiker und spielte so schön, dass der kleine Prinz für einen ganz kleinen Moment sogar vergaß, wonach er suchte. „Schön“ rutschte es ihm hinaus und schon hörte der Musiker auf zu spielen. „Nein nicht aufhören spiel bitte weiter“.

„ Dann musst Du klatschen sonst kann ich nicht“ sagte der Musiker und nachdem der kleine Prinz das dann auch getan hatte spielte er weiter. Nachdem der Musiker nicht mehr konnte weil seine Arme langsam müde wurden, getraute der kleine Prinz sich zu fragen „Woher hast Du dieses Lied“.

„Aus meinem Kopf“ antwortete er und deutete auch mit seiner Hand auf diesen. Der kleine Prinz schaute gebannt auf das Klavier. „Kann mein Kopf das auch“ fragte Er dann.

„Versuch es“ sprach der Musiker warm und bot ihm einen Platz neben ihm am Klavier an. Der kleine Prinz spielte einfach drauf los und bald fand er seine eigene Musik so schrecklich, dass er aufhörte und anfing zu heulen. Der Musiker legte seinen Arm um den Prinzen und sprach leise „Dann kann Dein Kopf was anderes“.

„Wie weis man was er kann“ fragte der kleine Prinz und der Musiker antwortete „Das zeigt sich. Man muss viel ausprobieren“. Der Prinz überlegte und sagte dann indem er seinen Kopf in den Schoß des Musikers legte, „Es wäre schön, wenn Du noch mal spielen würdest“.

***

Als der kleine Prinz an einem Planeten vorbeikam der einen Vulkan hatte, besuchte er auch den und fand einen Maler mit Leinwand vor dem Berg sitzen und malen. „Geh mir aus dem Stern, ich brauche das Licht für die Farben, wie soll ich malen, wenn ich nicht sehe welche Farbe ich gerade benutze“ sprach der Maler und drehte sich nicht einmal um.

Stolz sagte der Prinz „ Ich kenne jemanden der auch im tiefsten Dunkel ohne Farben malen könnte“ Keine Antwort oder Reaktion. Der Maler saß da mit ausgestrecktem Pinsel und wartete auf irgendwas. „Ist das ein Vulkan“ fragte der kleine Prinz und deutete auf den großen Berg. Der Maler antwortete kurz „Ja“.

„Er sieht schmutzig aus. Fegst Du ihn?“, fragte der kleine Prinz.

„Nein Du siehst doch das ich darauf warte, dass er ausbricht“. Der Maler wurde ärgerlich und so ging der kleine Prinz. Große Leute haben die Phantasie verloren

 

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