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Email-Adresse Zuletzt aktualisiert am 14.03.2009 Hier könnt Ihr die Kategorien der Erzähl-Club-Texte anklicken: |
Gedichte von Michaela Schneider
Manchmal
Manchmal ist es von Pessimismus
zu Realismus
nur ein kleiner Schritt
und der einzige Lichtblick
besteht in der Gewissheit,
dass das Leben weitergeht.
Manchmal scheint die Sonne
ertrunken zu sein
in einem grauen Wolkenmeer
und der Novemberregen
kann die ungeweinten Tränen
nicht verstecken.
Manchmal ist der Gedanke an Morgen
nur die Erinnerung
an den täglichen Fall ins Bodenlose
und der Weg nach vorn,
in die scheinbare Rettung
führt in tiefes Dunkel.
Ein Augenblick, ein Lächeln –
Seerosen blühen auf dem Tränenmeer.
Die Sterne am schwarzen Nachthimmel
strahlen wie Leuchtfeuer,
weisen den Weg
ins Licht.
Ich harre und ich hoffe.
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Illusionisten
Du glaubst, du müsstest und könntest
mir etwas vormachen,
aber letztlich machst du nur dir selbst etwas vor,
indem du glaubst, ich würde glauben,
was du mir vormachst.
Und ich kann mir nicht mehr länger vormachen,
ich würde deine Hilfeschreie nicht hören,
und ich frage, um mich zu beruhigen, was ist,
und du sagst, um dich zu beruhigen, dass nichts ist,
und ich schreie dich an, stumm, mit meinem Blick,
du sollst zurückkommen in diese Welt
und du machst mir vor, du hörst es nicht,
und ich glaube es.
Und so täuschen und glauben und schreien wir weiter,
bis wir begreifen:
Es muss so sein.
Sind wir nicht alle Illusionisten?
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