vorja
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Der Anfang vom Ende Von Martin Krüger Wir waren eine Clique von fünf bis sechs Boys, bereit, uns die Welt untertan zu machen. Alter spielte bei und keine Rolle, wir kamen und nahmen das was wir wollten. Namen spielen keine Rolle, denn dies ist nur ein kurzer Schritt in den Augen des Lesers, aber ein großer Schritt für uns. Eines Tages kam einer von uns an und öffnete die Hand, es war nichts Besonderes: darin lagen nur ein paar bunte Pillen. Ich dachte, er wollte uns auf den Arm nehmen, denn bunte Pillen hatte ich auch schon bei meinem Opa gesehen, aber ich irrte mich. Wir suchten uns einen besonderen Tag aus und schmissen uns die Teile. Es war aufregend, spannend und doch hatten wir Angst, gekifft hatten wir alle schon. Auch geschnüffelt, Sie wissen schon Klebstoff, Verdünner, Haarspray und noch viele andere Dinge, Hauptsache es knallte und wir konnten für eine Weile der Welt entfliehen. Es war wunderbar, ich kann natürlich jetzt nur von mir sprechen, wie ich es empfunden habe. Ich begann zu fliegen, mir wurde warm, alle Sorgen waren weg, und ich war unverletzbar, denn ich war in diesem Moment der Größte. Hinterher haben wir erfahren, dass es Extasy war und wir fanden es gut. Also besorgten wir uns mehr von den Happypillen und hatten Spaß dabei. Nach einer Weile reichte dies aber nicht mehr aus und wir mischten die unterschiedlichsten Drogen, um einen besseren Kick zu bekommen. Es kam noch Kokain, Speed, einer probierte auch noch Heroin aus. Wie ich später erfuhr, hing er wenig später an der Nadel und gab sich nach einem halben Jahr den Goldenen Schuss. Wir waren alle da, auf der Beerdigung, und sagten uns "Er hat es geschafft, er ist raus". Genau kann ich das aber auch nicht sagen, denn ich war in der Regel immer drauf. Es verging die Zeit und zwar viel zu schnell, denn wenn man sich von einer Party zur nächsten hangelt, vergeht die Zeit sehr schnell. Unsere Clique besteht immer noch, aber wir sind schon sehr runtergekommen. Fast alle gehen auf den Strich, um sich die Partys an den Wochenenden zu finanzieren, einer bekommt von seinen Eltern das Geld in den Hintern geschoben und einer geht arbeiten. Er probiert es jedenfalls. Nicht dass Sie denken, dass es leicht verdientes Geld ist, nein es kostet Überwindung und die Ekelgrenze ist sehr weit nach oben verschoben. Sie stellen sich jetzt bestimmt die Frage, ob es immer noch Spaß macht Drogen zu nehmen. Von meiner Seite her nicht mehr, ich bin körperlich und seelisch am Ende. Ob ich in die Zukunft schaue? Nein! Ich habe meine Freunde; meine Freunde sind meine Clique und meine Clique ist mein Untergang. So ich muss jetzt Schluss machen; es wartet die nächste Party. Zum Schluss sagen wir Euch "Das ganze Leben ist ein Auf und Ab, wir haben dennoch probiert oben zu bleiben, das war ein Fehler", aber wir leben noch und feiern weiter. Die Clique |