vorja
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Die Gedichte von Kathrin Siemers
Aber reden kann ich nicht
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Mein Name ist Wind
Mein Name ist Wind
Und ich streife durch den Raum auf der Suche nach dir
Denn Seelen suchen ein Zuhause
Mein Name ist Wasser
Und ich gleite über deinen Körper hinweg auf der Suche nach dir
Denn Sehnsucht ist ein Stich in meinem Herzen
Mein Name ist Wort
Und ich reite auf dem Klang meiner Stimme zu dir
Denn ich möchte dich finden*******************
So wird es sein
So wird es sein
Mein Kopf hämmert im Schmerz der Zeit
und die Zeit, die Zeit, ist mein Feind
Mein Vater sagt: Komm zurück, du schaffst es nicht
doch ich laufe, laufe, um nicht bei ihm zu sein
Ich habe Angst und schreie: Ich will das nicht
Wo ist mein Leben?
Ich bin zu klein, zu klein
Und brauche Freunde*******************
Ich schreie
Ich schreie
und werde eins
mit der wut
in der tiefe meiner seele
denn ich weiß
ihr habt vergessen
was es heißt
eure seelen
zu spüren
ich schreie
denn ihr wisst
ihr habt vergessen
was es heißt
zu träumen
einen traum
der wirklicher ist als das leben
ich schreie
denn mich umkreist
die kälte einer zeit
die nicht kennt
das leben
und doch fürchtet
den tod
ich schreie
denn ich bin alleine
in meinem hunger
nach gefühl*******************
Grau
Ein zäher grauer schleim
zieht durch die stadt
sie ist alt
alt und grau
und zittert
in der stille der motoren
hundert jahre sind ein leben
und du hast zeit bis morgen
du willst raus
doch der graue dunst versperrt die sicht
auf einen haufen alter steine
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NebellandIm Nebel der Nacht
verlässt er das Nest
denn er ist niemand
Die Nässe des Tags hat ihn verletzt
Nirvana er nie fand
Die Nacht ist dick und weich
und leer von Menschen
Die hellen Fenster zeigen ihm ihr Reich
das Heim der Männchen
So treibt der Nachen durch die Stadt
den graden Weg nach Norden
ein Messer in der Hand er hat
die Kälte zu ermorden
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Schau dich umWachst du auf, hat der morgen schon angefangen
du spürst deinen atem, doch das ist alles
gehst du schlafen, ist die nacht noch nicht vorbei
am ende der zeiten ist das gras gewachsen
ein faun schaut dich an mit großen grünen augen
grinst: wo ist dein geld?
hast du ein gesicht, so gib es mir!
Du scheinst müde, doch der tag ist nicht vorbei
im nebel scheint die welt so grau
die wirklichkeit ist gelb
gelb wie ein legohäuschen
schau dich um
und du wirst sehen
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Abre los ojos
Öffne deine Augen
und du siehst mich
im Schatten deiner selbst denn
ich bin du
Ich bin ein Teil von dir und werde
dich aufsaugen
Es ist früh am Morgen doch du siehst nur
mein graues Gesicht
Mein Nebel verschluckt deine Sinne im betörenden
Brabbeln des Fernsehers
Und es wird ein neuer Tag kommen
Öffne deine Augen und du siehst mich im
Schatten deiner selbst denn
du bist ich